Unsere Verantwortung für Produkte

Höchste Priorität im Hinblick auf unsere Reputation als Hersteller von Fleisch und Fleischwaren besitzt das Tierwohl. In der Schweiz, wo wir selber schlachten und zerlegen, hat Bell im Berichtsjahr einen relativ hohen Anteil an Fleisch aus besonders tierfreundlicher Haltung abgesetzt. Gelungen ist dies vor allem dank der Bereitschaft der gesamten Wertschöpfungskette wie auch der hohen Kaufkraft im Land. Ausserhalb der Schweiz steigt die Sensibilität der Konsumenten in dieser Hinsicht. In Deutschland hat Bell erstmals Produkte mit dem Gütesiegel des Deutschen Tierschutzbundes lanciert. Als Mitglied des Labelbeirats des Deutschen Tierschutzbundes engagiert sich Bell Deutschland für mehr Tierschutz. Für die Markteinführung einer neuen Produktgruppe in Deutschland, Frankreich, Benelux und in der Schweiz wurde bewusst mit Rindfleisch aus dem Programm Baltic Grasland Beef (Bio-Mutterkuhhaltung) und beim Geflügel mit Rohmaterial aus dem internationalen BTS-Programm (besonders tierfreundliche Stallhaltungssysteme) gearbeitet.

Langfristig, das heisst bis 2023, streben wir konzernweit für alle Produkte einen Mindeststandard für das Tierwohl an. In der Hühnermast setzen wir seit diesem Jahr nur noch nachhaltig angebautes Soja ein. Bei den Bio-Poulets stammt das Soja aus Europa, bei den Coop-Naturafarm-Poulets zu 100 Prozent aus dem Projekt Donau Soja. Donau Soja steht für gentechnik-freies, herkunftsgesichertes Qualitätssoja aus der Donauregion und ist somit eine nachhaltige Alternative zum konventionellen Sojaanbau in Südamerika.

2015 wurde das Projekt Zweinutzungshuhn fortgesetzt. Bei diesem Projekt werden die Hähne und die Hennen derselben Hühnerrasse sowohl für die Produktion von Bio-Fleisch als auch für die Produktion von Bio-Eiern verwendet – die Hähne als Mastpoulets und die Hennen als Legehennen. Auch beim Import von Geflügelfleisch konnten 2015 Fortschritte erzielt werden. So stammt das importierte Trutenfleisch aus Deutschland aus Betrieben, die nach Schweizer Tierschutzstandard produzieren. 2016 erfolgt die Umstellung auf den BTS-Standard.

Die nachhaltige Fischerei wird weiter gefördert. 98 Prozent der Produkte von Bell Seafood erfüllen die Kriterien des WWF für nachhaltigen Fang. Der Anteil an nachhaltigen Labels (ASC, MSC, Bio-Suisse-Knospe) konnte im Berichtsjahr von 50 auf 53 Prozent gesteigert werden. Für das laufende Jahr wird eine weitere Erhöhung des Label-Anteils angestrebt. Das Partnerschaftsprojekt mit dem WWF für den nachhaltigen Fang von Gelbflossenthunfisch wurde 2015 mit dem Environmental Leadership Award des WWF Philippinen ausgezeichnet. Seit diesem Jahr führt Bell Seafood zudem Fische aus nachhaltigem Handleinenfang von den Azoren im Sortiment.

Medienmitteilungen

14.02.2017

Umsatz der Bell-Gruppe 2016 erstmals über CHF 3 Milliarden

Die Bell-Gruppe hat 2016 die Erlöse aus Warenverkäufen um 20,3 % auf CHF 3,390 Milliarden gesteigert. Der Nettoerlös aus Lieferungen und Leistungen wuchs ebenfalls um 20,3 % auf CHF 3,346 Milliarden. Das Absatzvolumen erhöhte sich um 50,5 % auf 41...

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