Umwelt und Ressourcen

Ressourcen/Energie

Im Rahmen der Verbesserung der Umweltbilanz von Bell Food Group stellen die nachhaltige Nutzung und der optimierte Verbrauch von Ressourcen die relevanten Treiber dar. Mit festgelegten Massnahmen wird gegen Verschwendung vorgegangen. Wenn immer möglich, soll Ressourcenverbrauch vermieden oder vermindert werden, und die eingesetzten Ressourcen sollen verwertet oder substituiert werden. Gleichzeitig wollen wir den Anteil an erneuerbaren Energien anheben.

Für die Periode von 2012 bis 2020 haben die Produktionsbetriebe von Bell Schweiz mit dem Bundesamt für Umwelt eine Zielvereinbarung zur Reduktion von Treibhausgasemissionen und Energieverbrauch abgeschlossen. Im Berichtsjahr befinden wir uns auf Zielkurs. In gewissen Bereichen kann hinsichtlich der Zielvereinbarung sogar eine Übererfüllung festgestellt werden. Nicht nur unsere Produktionsbetriebe, sondern auch unsere Vertragsproduzenten berichten an das Bundesamt für Umwelt. Seit der letzten Berichterstattung durch das Bundesamt für Umwelt hat rund die Hälfte aller Vertragsproduzenten im Bereich der Geflügelproduktion in die Energieeffizienz ihrer Betriebe investiert. Durch verschiedene Massnahmen wie die Ersetzung von Klimasteuerungen, die Isolierung der Gebäudehüllen, die Umstellung von Propangas- auf Holzschnitzelheizungen oder den Einbau von Wärmerückgewinnungsanlagen konnten die jährlichen CO2-Emissionen um mehr als 660 Tonnen reduziert werden. Gleichzeitig konnten 2’070 MWh Heizenergie eingespart werden. Mittels Benchmark-Vergleich können den Geflügelproduzenten zukünftig Optimierungsmassnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz und des Tierwohls aufgezeigt werden. Mittlerweile nutzt die Hälfte aller Neuanlagen eine Photovoltaikanlage zur betriebseigenen Stromproduktion.

An verschiedenen Standorten in der Schweiz werden mittels Pinch-Analysen oder ähnlicher Analysemethoden die Einspar- und Effizienzpotenziale der Wärmeverbraucher und Prozesse analysiert und optimiert. Infolgedessen setzen wir Prozessabwärme in Bereichen ein, in denen sie sinnvoll genutzt werden kann, und reduzieren so unseren Energieverbrauch. Am Standort in Cheseaux sowie am Schlachthof in Basel wurden im Berichtsjahr Strom- und Wärmeanalysen durchgeführt. In Zell konnte durch Betriebsoptimierungen der Heizölverbrauch um 1’000 MWh reduziert werden.

Auch international werden vergleichbare Massnahmen umgesetzt. Über die ganze Bell Food Group werden regelmässige Energie-Check-ups durchgeführt, Prozesse hinterfragt und Massnahmen für die Reduktion der CO2-Emissionen und des Energieverbrauchs sowie zur Steigerung der Energieeffizienz erarbeitet.

Eine sachgerechte Kühlung und Wärmerückgewinnung hat eine besondere Bedeutung für die Ressourceneffizienz unserer Produktionsanlagen. In den Betrieben in Zell und Oensingen sowie am Standort in Dällikon wurden im Berichtsjahr verschiedene Massnahmen zur Optimierung der Abwärmenutzung durchgeführt. Gleichzeitig erfolgten diverse Analysen von Wärmeverbrauchern. Der Standort in Schaan bezieht zudem bereits seit mehreren Jahren die gesamte Prozesswärme aus der Kehrichtverbrennungsanlage in Buchs SG. Der Strom stammt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien.

Ebenfalls im Fokus steht die Reduktion des Wasserverbrauches. An verschiedenen Standorten führen wir daher Wasserverbrauchsanalysen an Grossverbrauchern wie beispielsweise Kühl- oder Reinigungsanlagen durch. Ebenso nehmen wir Optimierungen an Kistenwaschanlagen vor. In Zusammenarbeit mit der Fraunhofer-Gesellschaft identifizieren wir weitere Wassereinsparpotenziale.

Die Qualität der Energiedatenerfassung hat einen erheblichen Einfluss auf das Erkennen von Optimierungspotenzialen sowie das Überprüfen von Verbesserungsmassnahmen. Zu diesem Zweck wurde an den Standorten in Zell und Suhl ein Pilotprojekt zur Verbesserung der Datenqualität ins Leben gerufen. Getestet wird ein neues Mess-System, bei dem die Erfassung der Daten automatisch erfolgt.

Ressourcenverbrauch Bell Food Group

Abfall/Recycling

In der Schweiz landen jedes Jahr rund 450’000 Tonnen Verpackungsmaterial im Abfall. Die Bell Food Group setzt sich dafür ein, diese Menge zu reduzieren. Mit verschiedenen Massnahmen in den Bereichen Recycling und Verbrauchsreduktion wollen wir dieses Ziel erreichen. Dank einem einheitlichen Erfassungskonzept können grosse Abfallmengen erkannt und kontinuierlich reduziert werden. Im Rahmen einer Massnahme zur Reduktion des Abfalls durch Etikettenträgerpapier führen wir das Material einer stofflichen Verwertung zu. Diese Massnahme haben wir im Jahr 2015 in einem Pilotprojekt getestet. Im Folgejahr wurde diese Massnahme auf alle relevanten Schweizer Betriebe ausgeweitet. In Deutschland wird die Massnahme seit 2013 umgesetzt. Das Projekt weiten wir kontinuierlich aus, sobald an einem Standort die nötigen Mengen an Etikettenpapier anfallen. Im Berichtsjahr liegen wir bei einem Recyclinganteil von rund 82 Prozent. Zur weiteren Senkung des Verpackungsmaterials führen wir Stärkereduktionen an verschiedenen Verpackungsfolien durch. In der Schweiz und in Deutschland konnten durch Reduktions- und Substitutionsmassnahmen im Berichtsjahr rund 260 Tonnen Verpackungsmaterial eingespart werden.

Transport

Seit 2013 erfolgt der Transport von den Schweizer Standorten Basel, Oensingen und Cheseaux ins Tessin per kombiniertem Verkehr, das bedeutet die Verlagerung des Transports von der Strasse auf die Schiene. Ein ähnliches Projekt hat 2016 auch Bell Deutschland für den Transport zwischen Italien und Deutschland umgesetzt. Beide Projekte zeigen bemerkenswerte Resultate. Zum Erkennen weiterer CO2-Einsparpotenziale beim Treibstoff werden wir 2018 ein Forschungsprojekt mit der Fraunhofer-Gesellschaft beginnen.

Medienmitteilungen

16.08.2018

Bell Food Group im ersten Halbjahr 2018 gewachsen bei tieferem Halbjahresgewinn

Der Warenumsatz der Bell Food Group hat im ersten Halbjahr 2018 um CHF 327,6 Millionen auf CHF 2,1 Mia. zugenommen. Das Absatzvolumen beträgt 268,3 Millionen Kilogramm und liegt damit um 19,9 Prozent über Vorjahr.

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