Risikomanagement

Die Bell Food Group führt seit 2009 ein strukturiertes Risikomanagement durch. Als Unternehmen der Nahrungsmittelbranche kann die Risikosituation insgesamt als stabil bezeichnet werden, wobei die schweizerischen und liechtensteinischen Gesellschaften der Bell Food Group weniger vom konjunkturellen Umfeld abhängig sind als diejenigen im restlichen Europa. Im Rahmen des Risikomanagements setzen sich der Verwaltungsrat, die Gruppenleitung und die Geschäftsleitungen der einzelnen Länder jährlich mit der Beurteilung der grossen Risiken auseinander.

Grundsätzlich werden unter Risiken mögliche Ereignisse oder Handlungen verstanden, die zu einer Abweichung der definierten Ziele beziehungsweise der Strategieumsetzung führen können. Positive Abweichungen werden als Chance und negative Abweichungen als Risiko bezeichnet. Chancen werden im Strategieprozess berücksichtigt, negative Abweichungen werden im Risikomanagementprozess bearbeitet. Die Risiken werden hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit und der quantitativen Auswirkungen im Eintrittsfall bewertet.

Alle drei Jahre wird eine Vollerhebung der möglichen Risiken durchgeführt, relevante Risiken für die Bell Food Group werden identifiziert und so weit möglich Massnahmen definiert, um die Eintrittswahrscheinlichkeit und/oder die Auswirkungen der potenziellen Risiken zu verringern. Jeder Massnahme ist ein Verantwortlicher zugewiesen. In den Jahren dazwischen überwachen der Verwaltungsrat und die Gruppenleitung den Status der Massnahmen und nehmen eine aktuelle Einschätzung vor. Im Rahmen
des Risikomanagementprozesses der Bell Food Group werden Risiken mit einem potenziellen Schaden ab einer bestimmten Höhe innert dreier Jahre auf Stufe EBIT aktiv bearbeitet. Die relevante Schadensumme liegt in der Division Bell Schweiz bei CHF 5 Millionen, in den Divisionen Bell Deutschland und Bell International sowie in den Geschäftsbereichen Hilcona und Eisberg bei CHF 1 Millionen. Gegen nicht oder nur bedingt beeinflussbare Risiken werden so weit möglich Vorkehrungen und Massnahmen
getroffen.

Im Jahr 2017 fand bei Bell Schweiz und Hilcona ein Risk Management Controlling statt. Grössere Risiken sieht das Management insbesondere bei plötzlich stark steigenden Rohmaterialpreisen, bei landwirtschaftspolitischen Neuausrichtungen sowie bei Seuchen.

Die Finanzmarktrisiken beschränken sich auf das Fremdwährungsexposure, vorwiegend im Euroraum. Dieses übersteigt jedoch die Risikoschwelle zu den Grossrisiken nicht. Bei Eisberg fand im Berichtsjahr erstmalig ein Risk Assessment statt. Ein potenzielles Risiko sieht das Management bei allgemeinen Betriebsausfällen wie zum Beispiel einem Brand.

Bei Neuakquisitionen wurden im Rahmen von General Health Checks operative Risiken durch die Interne Revision geprüft und durch das Management die nötigen Massnahmen definiert und umgesetzt. 

Medienmitteilungen

16.08.2018

Bell Food Group im ersten Halbjahr 2018 gewachsen bei tieferem Halbjahresgewinn

Der Warenumsatz der Bell Food Group hat im ersten Halbjahr 2018 um CHF 327,6 Millionen auf CHF 2,1 Mia. zugenommen. Das Absatzvolumen beträgt 268,3 Millionen Kilogramm und liegt damit um 19,9 Prozent über Vorjahr.

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