Risikomanagement

Bell Food Group führt seit 2009 ein strukturiertes Risikomanagement durch. Als Unternehmen der Nahrungsmittelbranche kann die Risikosituation insgesamt als stabil bezeichnet werden, wobei die Bell Food Group international etwas stärker vom konjunkturellen Umfeld abhängig ist als in der Schweiz. Im Rahmen des Risikomanagements setzen sich der Verwaltungsrat, die Gruppenleitung und die Geschäftsleitungen der einzelnen Länder jährlich mit der Beurteilung der grossen Risiken auseinander.

Grundsätzlich werden unter Risiken mögliche Ereignisse oder Handlungen verstanden, die zu einer Abweichung der definierten Ziele beziehungsweise der Strategieumsetzung führen können. Positive Abweichungen werden als Chance und negative Abweichungen als Risiko bezeichnet. Chancen werden im Strategieprozess berücksichtigt, negative Abweichungen werden im Risikomanagementprozess bearbeitet. Die Risiken werden hinsichtlich Eintrittswahrscheinlichkeit und der quantitativen Auswirkungen im Eintrittsfall bewertet.

Alle drei Jahre wird eine Vollerhebung der möglichen Risiken durchgeführt, relevante Risiken für die Bell Food Group identifiziert und so weit möglich Massnahmen definiert, um die Eintrittswahrscheinlichkeit und/oder die Auswirkungen der potenziellen Risiken zu verringern. Jeder Massnahme ist ein Verantwortlicher zugewiesen. In den Jahren dazwischen wird vom Verwaltungsrat und der Gruppenleitung der Status der Massnahmen überwacht und eine aktuelle Einschätzung vorgenommen. Im Rahmen des Bell Food Group-Risikomanagementprozesses werden Risiken mit einem potenziellen Schaden ab CHF 5 Millionen innert dreier Jahre (bei Bell International ab CHF 1 Million) auf Stufe EBIT aktiv bearbeitet. Gegen nicht oder nur bedingt beeinflussbare Risiken werden so weit möglich Vorkehrungen und Massnahmen getroffen.

Im Jahr 2016 fand bei der Bell Schweiz AG ein Risk Management Controlling statt. Grössere Risiken sieht das Management insbesondere bei plötzlich stark steigenden Rohmaterialpreisen, bei landwirtschaftspolitischen Neuausrichtungen sowie bei Seuchen.

Die Finanzmarktrisiken beschränken sich auf das Fremdwährungsexposure vorwiegend im Euro-Raum. Dieses übersteigt jedoch die Risikoschwelle zu den Grossrisiken nicht.

Medienmitteilungen

23.06.2017

Deutsches Bundeskartellamt stellt Verfahren gegen Bell Deutschland ein

Das deutsche Bundeskartellamt hat das Kartellverfahren gegen Bell Deutschland eingestellt. Die im Juli 2014 verhängte Bussgeldentscheidung in der Höhe von EUR 100 Millionen ist damit hinfällig.

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