Umwelt und Ressourcen

Im Rahmen der Verbesserung der Umweltbilanz der Bell Food Group sind die relevanten Treiber die nachhaltige Nutzung und der optimierte Einsatz von Ressourcen wie beispielsweise Wasser oder Energie. Verschiedene Massnahmen sollen den übermässigen Verbrauch solcher Ressourcen vermeiden oder verringern. Gleichzeitig wollen wir den Anteil an erneuerbaren Energien anheben.

Wir achten auf die Umwelt und gehen sorgsam mit Ressourcen um!

In unserer Nachhaltigkeitsberichterstattung rapportieren wir über die gesamte Bell Food Group und berücksichtigen dabei alle Unternehmen und Standorte, die in unserem Besitz sind. Unternehmen, an denen wir nur beteiligt sind, fliessen nicht in die Berichterstattung mit ein.

In den vergangenen Jahren hat sich die Bell Food Group stark verändert und an Grösse gewonnen. Insbesondere in Bezug auf die erhobenen Daten und Kennzahlen sind die einzelnen Jahre auf Gruppenebene daher nicht immer vollständig vergleichbar.

Energie

Fossile Energieträger sind eine endliche Ressource und durch ihre Verbrennung entstehen Treibhausgas-Emissionen (THG). Global ist die Reduzierung dieser Ressource sowie der Wechsel zu erneuerbaren Ressourcen ein zentrales Thema.

Es ist deshalb unser Ziel, unseren fossilen Energieeinsatz so weit wie möglich zu reduzieren sowie die Energieeffizienz und den Anteil an erneuerbaren Energien zu erhöhen. Dieses Ziel haben wir in unserer Nachhaltigkeitsstrategie verankert. Unser Anliegen ist zugleich aber auch eine enorme Herausforderung, weil es meist mit grösseren Investitionen,  technischen Erneuerungen und Zeitaufwand verbunden ist.

Als Lebensmittelhersteller hat bei uns die Sicherstellung der Lebensmittelsicherheit oberste Priorität. Prozesse zu Qualitätssicherungs- oder Hygienezwecken sind mehrheitlich jedoch sehr energieintensiv, so beispielsweise die Kühlung verschiedener Waren auf niedrigen Temperaturen – je tiefer die Temperaturen, desto höher der Energieeinsatz –, oder die sachgemässe Reinigung in unseren Betrieben, wofür wir mehrheitlich Warmwasser benötigen. Die Temperierung dieses Wassers verbraucht ebenfalls viel Energie. Weiter nimmt der Energieeinsatz auch mit zunehmendem Verarbeitungsgrad der Rohstoffe zu. «Convenience-Prozesse» wie zum Beispiel Frittieren sind sehr energieintensiv, reduzieren allerdings den Energieaufwand in den nachgelagerten Stufen.

Diese Rahmenbedingungen stellen für uns eine grosse Herausforderung dar und schränken unseren Handlungsspielraum beim Erreichen unseres Ziels der Energiereduktion teilweise ein.

Abgrenzung

Wir beachten den Energieverbrauch bei allen unseren Tätigkeiten an allen unseren Standorten. Nicht miteinbezogen wird der Energieverbrauch in den vorgelagerten Produktionsstufen, wie zum Beispiel beim Gemüsebau oder in der Tierhaltung.

Massnahmen

In unseren Betrieben führen wir ein internes Energiemanagement, das uns nicht nur einen konstanten Überblick über unseren Verbrauch ermöglicht, sondern auch die Identifikation und das Ableiten von Einsparpotentialen vereinfacht. Die Bell-Standorte in Deutschland sind zusätzlich gemäss der Energiemanagementnorm ISO 50.001 zertifiziert.

Wir investieren in Massnahmen zur Effizienzsteigerung. Wesentlich haben unter anderem die folgenden Massnahmen zur Reduzierung des Energiebedarfs, der Effizienzsteigerung oder dem Wechsel auf einen erneuerbaren Energieträger zur Reduktion der CO2-Bilanz beigetragen:

Für die kommende Zeit haben wir folgende Massnahmen eingeplant:

Kennzahlen

Aufgrund von verschiedenen Zu- und Verkäufen in den Jahren 2016, 2017 und 2018 ist die Vergleichbarkeit zwischen den Jahren nicht gegeben, da sich die Zahlen immer auf die jeweilige Unternehmenszusammensetzung beziehen.

Zu «Wärme» zählen folgende Brennstoffe: Öl, Gas, Fernwärme zu und Biomasse/Biogas und Abwärme.

KennzahlEinheit2016201720182019
Gesamter Energieverbrauch (Strom + Wärme)MWh464'288488'256535'162489'305 
Spezifischer Energieverbrauch (Strom + Wärme)MWh/Tonne Absatz1.121.080.990.92
Gesamter Energieverbrauch aus erneuerbaren Quellen (Strom + Wärme)MWh199'332265'264290'207243'391
Gesamter Energieverbrauch aus erneuerbaren Quellen (Strom + Wärme) – Anteil% Anteil an Strom und Wärme gesamt43 54 54 50 

Die Energiekennzahlen berücksichtigen den Stromverbrauch (erneuerbar/nicht erneuerbar) und den Wärmeverbrauch (erneuerbar/nicht erneuerbar) der BFG. Der Treibstoffverbrauch von Fahrten mit eigenen Fahrzeugen (Treibstoffe PW und eigene Flotte) und externe Transporte, sowie Flügen (Waren und Mitarbeitende) sind nicht berücksichtigt.

Wasser

Wasser ist eine wertvolle Ressource. Themen wie Wasserstress und Wasserqualität sind von globaler Bedeutung. In gewissen Regionen besteht akuter Wassermangel.

Es ist deshalb unser Ziel, unseren Wasserverbrauch so weit wie möglich zu reduzieren. Dieses Ziel haben wir in unserer Nachhaltigkeitsstrategie verankert. Unser Anliegen ist zugleich aber auch eine enorme Herausforderung.

Unsere Prozesse sind sehr wasserintensiv. Entsprechend hoch ist auch unser Abwasseranteil. Bei der sachgemässen Reinigung unserer Maschinen, Geräte und Gebäude fällt viel Wasser an, ebenso bei Prozessen wie dem Waschen von Obst, Gemüse und Salaten. Für die Sicherstellung der Lebensmittelsicherheit und Hygiene ist Wasser in beiden Fällen jedoch unverzichtbar.

Diese Rahmenbedingungen stellen uns bei den Reduktionsmassnahmen vor grosse Herausforderungen und schränken uns teilweise ein.

Abgrenzung

Wir beachten den Wasserverbrauch bei allen unseren Tätigkeiten an allen unseren Standorten. Nicht miteinbezogen wird der Wasserverbrauch in der Rohstoffproduktion wie zum Beispiel beim Gemüsebau oder in der Tierhaltung sowie in den vor- und nachgelagerten Stufen.

Massnahmen

Der Wasserverbrauch wird an allen unseren Standorte entweder durch uns selber gemessen oder durch die gemessenen Mengen unserer Anbieter wie zum Beispiel den lokalen Wasserversorgern. Die Messungen ermöglichen uns einen konstanten Überblick über unseren Verbrauch sowie das Identifizieren und Ableiten von Einsparpotentialen. Die Wasserentnahme wollen wir so gering wie möglich halten.

Das anfallende Abwasser reinigen und bereiten wir mindestens entsprechen den lokalen Vorgaben auf, bevor es in den kommunalen Kläranlagen weiterbehandelt wird. Wir halten uns dabei an die regulatorischen Anforderungen an den jeweiligen Betriebsstandorten. 

Ein Spezialfall und Leuchtturmprojekt zugleich bildet die betriebseigene Kläranlage am Eisberg-Produktionsstandort in Dällikon seit 1999. Das anfallende Abwasser wird gereinigt und nach der Reinigung direkt wieder zurück in den natürlichen Kreislauf geführt.

Folgende Massnahmen haben im Wesentlichen zur Reduktion und Effizienzsteigerung unseres Wasserverbrauchs beigetragen:

Kennzahlen

KennzahlEinheit2016201720182019
Gesamtvolumen entnommenes Wasserm34'803'2444'985'4526'296'4146'079'303
Spezifischer Verbrauch Gesamtvolumen entnommenes Wasserm3/Tonne Absatz11.6011.0011.6011.50

Die Tabelle zeigt das Gesamtvolumen des Wasserverbrauchs der Bell Food Group.

Weiterführende Erläuterung: Die Division Hügli ist in der Datenerfassung erstmalig im 2018 erfasst, da das Unternehmen erst 2018 zur Bell Food Group stiess.

Emissionen

Treibhausgase sind für den Klimawandel verantwortlich. Wie in den internationalen Abkommen (Kyoto Protokoll, Übereinkommen von Paris etc.) festgehalten, ist eine Reduzierung des Ausstoßes von Treibhausgasen unbedingt notwendig.

Mit unserem Einsatz von Energie verursachen wir unter anderem ebenfalls Treibhausgas-Emissionen, sei dies durch Produktionsprozesse mit fossiler Energie, den Transport mit Kraftstoffen oder auch die Bereitstellung von Wärme. Es ist deshalb unser Ziel, unsere Emissionen zu senken.

Wie bereits im Abschnitt «Energie» beschrieben, ist die Mehrheit unserer Prozesse energieintensiv. Daraus ergibt sich auch eine gewisse Menge an Treibhausgasemissionen. Aus Gründen wie der Produktqualität, Lebensmittelsicherheit, Kühlung und Reinigung sind wir bei der Reduzierung unseres Energieverbrauchs an gewisse Rahmenbedingungen gebunden, die uns bei der Erreichung unseres Ziels teilweise einschränken.

Abgrenzung

Emissionen beziehen sich auf alle direkten und indirekten Emissionen, die bei allen unseren Tätigkeiten an allen unseren Standorten entstehen.

Direkte Emissionen (Scope 1-Emissionen) und indirekte energiebedingte Emissionen (Scope 2-Emissionen) setzen sich zusammen aus:

  • Strom und Wärme (siehe Abschnitt «Energie»)
  • Fahrten mit PKW im Eigentum der Bell Food Group
  • Transporte und Fahrten durch eigene Fahrzeuge, LKWs, Betriebsfahrzeuge etc.

Die folgenden Emissionen sind darin nicht berücksichtigt:

  • CO2 zur Betäubung und MAP-Gas
  • Flüge durch Mitarbeitenden
  • Externe Transporte durch Dienstleistende inkl. Transport der Rohwaren mit nicht betriebseigenen Fahrzeugen
  • Private Fahrtwege der Mitarbeitenden

Nicht miteinbezogen werden die Emissionen in der Rohstoffproduktion wie zum Beispiel beim Gemüsebau oder in der Tierhaltung sowie in den vor- und nachgelagerten Stufen. Je nach Rohstoff fällt der grösste Teil der Treibhausgas-Emissionen in den vorgelagerten Stufen an, zum Beispiel in der Tierhaltung oder der Futtermittelproduktion.

Massnahmen

Folgende Massnahmen haben im Wesentlichen zur Reduzierung unserer Treibhausgasemissionen beigetragen:

Auch darüber hinaus wollen wir uns gezielt für die Reduzierung von Treibhausgasemissionen einsetzen. Die Bell Food Group ist ein international tätiges Unternehmen mit vielen Standorten. Dies führt dazu, dass unsere Mitarbeitenden unter gewissen Umständen für den nötigen Austausch zwischen den Standorten reisen müssen. Um die Reisetätigkeit reduzieren zu können, bieten wir den Mitarbeitenden die Nutzung eines Videokonferenz-Dienstes an.

Kennzahlen

KennzahlEinheit2016201720182019
Treibhausgasemissionen absolut (Scope 1 & 2)Tonnen CO290'72561'87474'68269'278
Spezifische Treibhausgasemissionen (Scope 1 & 2)Tonnen CO2/Tonne Absatz0.220.140.150.13

Die Tabelle zeigt die Gesamtemissionen der Bell Food Group.

Die Division Hügli ist in der Datenerfassung erstmalig im 2018 erfasst, da das Unternehmen erst 2018 zur Bell Food Group stiess.

Abwasser und Abfall

Ein schonender und effizienter Umgang mit natürlichen Ressourcen ist ein zentrales Element nachhaltiger Entwicklung. Unsere verwendeten Zutaten und Rohstoffe – insbesondere Lebensmittel-Rohstoffe – sowie die Hilfsstoffe setzen wir sorgsam ein und vermeiden einen verschwenderischen Umgang. Die Abfallvermeidung ist daher unser oberstes Ziel. Sofern eine Vermeidung nicht möglich ist, sind wir bestrebt, den Abfall der bestmöglichen Verwertung zuzuführen, sei dies mittels Recycling oder einer energetischen Verwertung. Gleichzeitig halten wir stets unsere Augen und Ohren offen für neue und bessere Verwertungsmöglichkeiten und interessieren uns für innovative Ansätze im Abfallmanagement.

Durch die Zusammenarbeit mit ausgewählten Entsorgern findet der Transport der Abfälle und deren Entsorgung fachgerecht statt. Damit stellen wir einen sorgsamen Umgang mit unseren Abfällen sicher.

Abgrenzung

Die Entsorgung ist nicht Teil unserer Aufgabe. Dazu arbeiten wir mit Dienstleistern zusammen. Wir sind jedoch dafür verantwortlich, die Stoffe sachgemäß zu trennen und dadurch die bestmögliche Entsorgung oder Verwertung möglich zu machen.

Massnahmen

Die Abfallmengen erfassen wir an allen unseren Standorten separat nach 13 verschiedenen Abfall-Fraktionen (Holz, Kehricht, Karton, Papier, Biomasse etc.). Wir halten fest, welchen Entsorgungsverfahren die Abfälle zugeführt werden.

Folgende Massnahmen haben im Wesentlichen zur Reduzierung unserer Abfallmengen beigetragen oder eine bessere Verwertung ermöglicht.

Kennzahlen

In jedem Land gibt es unterschiedliche Voraussetzungen für die Entsorgung. Wir fassen Abfallarten daher nach Entsorgungswegen separat nach 13 verschiedenen Abfall-Fraktionen zusammen. Gemischte Folien werden wo möglich als Ersatzbrennstoff verwendet, wenn sie nicht dem Recycling zugeführt werden können.

KennzahlEinheit2016201720182019
Gesamtmenge AbfallTonnen46'67857'95273'76586'082
Spezifische Menge AbfallTonnen/Tonne Absatz0.110.130.140.16
Recyclingquote%77 82 82 86

Die Tabelle zeigt die Gesamtmenge des Abfalls der Bell Food Group inkl. Recyclingquote.

Die Division Hügli ist in der Datenerfassung erstmalig im 2018 erfasst, da das Unternehmen erst 2018 zur Bell Food Group stiess.