Mitarbeitende und Gesellschaft

Die Bell Food Group ist sich ihrer Verantwortung als internationales Unternehmen sowohl den eigenen Mitarbeitenden als auch der Gesellschaft gegenüber bewusst. Ein aktives und nachhaltiges Engagement in gesellschaftlichen Fragestellungen ist auch für den wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmung unerlässlich.

Wir sind ein attraktiver Arbeitgeber und engagieren uns für Mitarbeitende und Gesellschaft.

In unserer Nachhaltigkeitsberichterstattung rapportieren wir über die gesamte Bell Food Group und berücksichtigen dabei alle Standorte, an denen wir Mitarbeitende beschäftigen. Die Bell Food Group ist in 15 verschiedenen Ländern tätig. Aufgrund der unterschiedlichen gesetzlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen in den einzelnen Ländern stellen gruppenweite Umsetzungen und Projekte immer einer Herausforderung dar. In den vergangenen Jahren ist die Bell Food Group durch Zukäufe und Beteiligungen zudem stark gewachsen. Die Integration der neu dazu gestossenen Standorte ist noch nicht in allen Bereichen gleichmässig weit fortgeschritten. Zum aktuellen Zeitpunkt weisen zahlreiche Standorte daher verschiedene Standards auf, verfügen über unterschiedliche Vereinbarungen oder sind noch nicht gleich weit entwickelt. Das Umsetzen von einheitlichen Massnahmen oder eine übergreifende Datenerhebung stellen uns momentan folglich noch vor grosse Herausforderungen.

Mit der im Januar 2019 erfolgten Anpassung der HR-Organisation im Sinne einer Matrixorganisation haben wir nun aber eine gemeinsame Basis geschaffen, um zukünftig gruppenweit harmonischer agieren zu können. Damit einher geht eine erstmals gruppenübergreifende HR-Strategie, sowie eine einheitliche Systematik mit einem erstmals gruppenübergreifenden Personalinformationssystem.

Im Zuge der Harmonisierung der HR-Tätigkeiten über die gesamte Bell Food Group werden künftig auch HR-Kennzahlen einheitlich berechnet, erfasst und erhoben. Aufgrund der fehlenden Strukturen war uns dies bisher nicht vollständig möglich. Daher sind gewisse Kennzahlen zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht für die gesamte Gruppe gültig oder beziehen sich nur auf einzelne Geschäftsbereiche oder Divisionen. Langfristig streben wir die Harmonisierung der Prozesse und damit unter anderem auch die Erhebung gleichartiger Kennzahlen an.

Neue Mitarbeitende

Die umfassende Einarbeitung neuer Mitarbeitenden trägt einerseits massgeblich zur Motivation des neuen Teammitglieds bei und hilft andererseits von Anfang an, Fehler in Arbeitsabläufen und Prozessen zu vermeiden.

Mit einer strukturierten und wertschätzenden Begleitung sorgen wir dafür, dass sich neue Kolleginnen und Kollegen in unseren Unternehmen von Beginn an wohl fühlen. Neue Mitarbeitende werden in ihren ersten Wochen daher von den bestehenden Mitarbeitenden eingeführt. Sogenannte Patinnen und Paten machen den neuen Teammitgliedern die ersten Schritte im neuen Umfeld möglichst einfach.

Neben einer fachlichen Einführung in die neue Stelle, werden obligatorische Themen wie Notausgänge, Verhalten im Brandfall sowie allgemeine Themen wie Personalrestaurants, Sozialräume, diverse Ansprechpartner für bestimmte Themen (Compliance, Mitarbeitervertretung etc.) gleichermassen angesprochen.

Die Einführung wird dokumentiert. Im Anschluss befragen wir die neuen Mitarbeitenden mittels einer Feedback-Karte, wie sie die Rekrutierung und die Einführungszeit erlebt haben. Diese Feedbacks werten wir aus und rapportieren an die HR-Leitungen der Geschäftsbereiche.

Mitarbeiterfluktuation

Die langfristige Mitarbeiterbindung ist uns wichtig. Wir beschäftigen eine Vielzahl langjährige Mitarbeitende. Im Geschäftsbereich Bell Schweiz liegt das durchschnittliche Dienstalter der über 50-Jährigen beispielsweise bei 18 Jahren.

Die Mitarbeiterfluktuation messen wir deshalb an allen unseren Standorten. Wenn wir Abweichung von den pro Bereich festgelegten Werten feststellen, führen wir mit den Mitarbeitenden, die uns verlassen, strukturierte Interviews durch und prüfen die Umsetzung entsprechender Massnahmen.

Die Gründe zu kennen, warum Mitarbeitende uns verlassen, ist für uns zentral. Ein offenes Abschlussgespräch, in dessen Rahmen wir mehr über die Motivation der Mitarbeitenden erfahren, wird deshalb in jedem Fall geführt.

Zusätzlich erhalten die ehemaligen Mitarbeitenden nach Austritt analog zum Eintritt eine Feedback-Karte, mit der sowohl die Systematik und der Ablauf des Austritts bewertet wie auch Kontaktdaten angegeben werden können, sofern die Personen auch zukünftig mit der Bell Food Group in Verbindung bleiben möchten.

Dadurch bleiben einige der Personen mit uns in Kontakt, denn ehemalige Mitarbeitende sind für uns auch potenzielle neue Mitarbeitende. Zum aktuellen Zeitpunkt ist dazu ein Alumni-Konzept für Ehemalige und Pensionierte in Fertigstellung, dessen Umsetzung ab Januar 2020 geplant ist.

Kennzahlen Personalbestand

Gesamtpersonalbestand per 31.12.



2016201720182019
Bell Food GroupFTE*10'43310'57812'44212'195
Anteil Männerin %59 52 60 60
Anteil Frauenin %41 38 40 40 
Bis 30 Jahre
in %
20 21 19 20
31–50 Jahre
in %
55 55 53 53
ab 51 Jahren
in %
25 24 28 27
NationalitätenAbsolut989398100

*Durchschnittlicher Personalbestand auf Vollzeitbeschäftigte umgerechnet (inklusive temporär eingesetzte Personen von Drittfirmen)

Kommunikation und Arbeitnehmervertretung

Wir pflegen einen wertschätzenden und respektvollen Umgang miteinander. Unsere Verhaltensgrundsätze ((LINK)) zeigen auf, was wir uns im täglichen Miteinander voneinander wünschen und worauf wir in der Zusammenarbeit Wert legen – unabhängig von Managementstufe und Erfahrung. Unsere Führungsgrundsätze ((LINK)) halten zusätzlich fest, was uns in der Führung unseres Unternehmens und unserer Mitarbeitenden wichtig ist.

Ein wichtiger Aspekt ist für uns die Kommunikation mit den Mitarbeitenden – dazu gehört die Kommunikation der Mitarbeitenden untereinander, aber auch die Kommunikation zwischen Vorgesetzen und Mitarbeitenden. Einerseits gibt es regelmässige Teamsitzungen, in der Verwaltung und Shopfloor-Meetings in den Produktionen, jedoch haben die Mitarbeitenden jederzeit die Möglichkeit, sich an ihre Vorgesetzten, die Mitarbeitervertretungen oder die Personalverantwortlichen zu wenden.

Neben den Mitarbeitenden sind unserer Sozialpartner eine weitere wichtige Anspruchsgruppe für uns. Dies sind beispielsweise die Mitarbeiter- oder Arbeitnehmervertretungen sowie die Betriebsräte. Obwohl nicht an allen Standorten eine gewählte Mitarbeitervertretung vorhanden ist, bieten wir in den meisten Fällen eine vergleichbare Alternative, an die sich die Mitarbeitenden wenden können.

Weiter können sich unsere Mitarbeitenden in Arbeitnehmervertretungen organisieren und deren Delegierte bei Fragen rund um das Thema Beschäftigung zu Rate ziehen.

Zu einer gesunden Firmenkultur gehört es, dass sich Mitarbeitende aktiv im Unternehmen einbringen, offiziell ein Wörtchen mitreden können und nicht nur als Kostenstelle in der Bilanz erscheinen. Als Bindeglied zwischen Management und Mitarbeitenden setze ich mich als gewähltes Mitglied der Mitarbeitervertretung in der Schweiz dafür ein und versuche diese Kooperation zu stärken.

Nora Hertzschuch, Mitglied der Mitarbeitervertretung Bell Schweiz

Unser Engagement als Arbeitnehmervertreter basiert auf dem Wunsch, eine Brücke zu schlagen zwischen den Mitarbeitenden und der Unternehmensleitung und die Kommunikation zwischen den beiden zu fördern – im Geiste der Verhandlung, nicht der Opposition, um so auch alltägliche Probleme zu lösen und soziale Massnahmen zu ergreifen.

Hélène Ballet, Mitglied des Comité Social et Economique de Val de Lyon SAS

Betriebliches Gesundheitsmanagement

Die Arbeitssicherheit hat in unseren Produktionsbetrieben einen sehr hohen Stellenwert. Ein grosser Teil unserer Mitarbeitenden bedient im Arbeitsalltag anspruchsvolle und bei falscher Anwendung gefährliche Maschinen und Geräte. Es ist deshalb zentral, dass wir die gesetzlichen Anforderungen an die Arbeitssicherheit in allen Ländern, in denen die Bell Food Group tätig ist, erfüllen oder gar übererfüllen. Unseren Mitarbeitenden stellen wir die für ihre Arbeit notwendige Schutzausrüstung zur Verfügung. Wir schulen sie einerseits zur richtigen Bedienung der Arbeitsgeräte und sensibilisieren sie andererseits auf die Einhaltung unserer Sicherheitsregeln.

Ebenso wichtig wie die Sicherheit ist uns die Gesundheit unserer Mitarbeitenden. Mit entsprechenden Massnahmen treiben wir die Erhaltung der Mitarbeitergesundheit voran. Im Vergleich zu früher ist die Arbeit in unseren Betrieben körperlich bedeutend weniger belastend, da gewisse körperlich anspruchsvolle Arbeitsschritte heutzutage von Maschinen übernommen wurden.

Weiter stellen wir unseren Mitarbeitenden an Standorten mit Personalrestaurant täglich wechselnde Menüs und Wasser sowie an einzelnen Standorten auch gratis Früchte zur Verfügung.

Um unsere Mitarbeitenden bestmöglich unterstützen zu können, führen wir nach längeren Abwesenheiten aus gesundheitlichen Gründen Rückkehrgespräche durch, sofern es die Rahmenbedingungen zulassen. Bei längeren Abwesenheiten der Mitarbeitenden legen wir Wert darauf, den Kontakt zu halten. Nach der Genesung streben wir eine schonende Wiedereingliederung am Arbeitsplatz an.

Dank unseren Bestrebungen und Massnahmen im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements wurden Bell in der Schweiz und Hilcona in Liechtenstein mit dem Label «Friendly Workspace» ausgezeichnet.

Personalentwicklung

Die Berufsbildung sehen wir als Möglichkeit, die Begeisterung und Leidenschaft für einen Beruf an die nächste Generation weiterzugeben. Sie ist eine Investition in unsere Arbeitskräfte von morgen. Das gilt insbesondere für handwerkliche Berufe. Grundbildungen bieten wir daher in den für uns wichtigen Berufen an. Aktuell sind dies 15 Ausbildungsberufe in drei Ländern, vom Gebäudereiniger über Polymechanikerin und Fleischfachleute bis hin zur Lebensmitteltechnologin und zum Wirtschaftsinformatiker. Den erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen bieten wir Möglichkeiten an, weitere Kenntnisse für ihre berufliche und persönliche Weiterentwicklung zu erwerben. Einerseits mit Festanstellungen, aber auch mit Traineeprogrammen oder Stages an anderen Standorten und in anderen Ländern. So erhalten die jungen Berufsleute einen breiten Einblick in unser Unternehmen.

Seit 2018 wird Schritt für Schritt ein gruppenübergreifendes Talentmanagementsystem ausgerollt. In einigen Bereichen läuft das individuelle Förderprogramm bereits erfolgreich, in anderen befindet es sich noch im Aufbau. Basis des Talentmanagements bilden die jährlich mindestens einmal stattfindenden strukturierten Mitarbeitergespräche. Sie bieten nicht nur Platz für eine aktuelle Standortbestimmung durch die Vorgesetzten, sondern geben den Mitarbeitenden auch die Möglichkeit, ein Feedback zu den Vorgesetzten abzugeben und schriftlich festhalten zu lassen. Damit wir die Mehrzahl unserer Stellen intern besetzen können, fördern wir die berufliche und persönliche Weiterentwicklung unserer Mitarbeitenden.

Im Bereich der Führungsausbildungen haben wir in der DACH-Region mit dem Coop Campus einen starken Partner, mit dem wir eigene Führungskurse und Führungslehrgänge anbieten können. Pro Jahr nehmen etwa rund 800 Mitarbeitende der Bell Food Group an den Kursen teil.

Bei den individuellen Weiterbildungen richten wir uns in erster Linie nach gesetzlichen Bestimmungen, wobei wir die Regelung bei der Unterstützung der Weiterbildungen den einzelnen Bereichen überlassen. Je nach Interessegrad kann die Beteiligung durch den Arbeitgeber bei bis zu 100 % liegen.

Alle unsere Mitarbeitenden haben die gleichen Chancen, sich beruflich und persönlich weiterzuentwickeln; Diskriminierung jeder Art lehnen wir klar ab.

Auch beim Ruhestand richten wir uns in erster Linie nach den gesetzlichen Regelungen. Die Mitarbeitenden werden frühzeitig über ihre Möglichkeiten informiert. Bei Bell Schweiz wird beispielsweise der Kontakt zu den Pensionierten durch Pensioniertenbetreuer, ebenfalls Pensionierte der Bell Schweiz, aufrechterhalten.

Kennzahlen Aus- und Weiterbildung


2016201720182019
Auszubildende95118155155
Anzahl Ausbildungstage11'17713'50815'43412'689

Tarifverträge

Am 31.12.2019 betrug der Prozentsatz der Angestellten, die unter Tarifverträge fallen für die Bell Food Group ca. 65 % (Bell Schweiz, Bell Deutschland). Eine vollständige Abdeckung ist zurzeit nicht möglich, da die Bell Food Group einerseits sehr unterschiedliche Gesetze und gesellschaftliche Rahmenbedingungen in den verschiedenen Ländern hat, was zu unterschiedlichen Tarifvertragsgestaltungen führt, andererseits aber auch dafür sorgt, dass die vollständige Integration der neu dazugestossenen Standorte noch nicht in allen Bereichen gleichmässig weit fortgeschritten ist.

Qualitätsmanagement

Als Lebensmittelverarbeiter zählen wir Qualität und Genuss zu unseren Kernkompetenzen. Für unsere Konsumentinnen und Konsumenten garantieren wir jederzeit: Was von der Bell Food Group kommt, ist gut.

Es ist selbstverständlich unser Ziel, dass unsere Lebensmittel die Gesundheit der Konsumentinnen und Konsumenten nicht gefährden. Darüber hinaus ist es jedoch unser Anspruch, dass wir genussvolle Produkte herstellen, die der Gesundheit zuträglich sind und allen Anforderungen an die Sicherheit, die Gesundheit und den Genuss gerecht werden.

Dazu halten wir uns im Sinne eines Minimalstandards an alle landesspezifischen gesetzlichen und vereinbarten kundenspezifischen Vorgaben. Andererseits sorgen wir mit unserem integrierten Qualitätsmanagement für Produktsicherheit und Konsumentengesundheit. Das gilt für alle unsere Produktionsbetriebe.

Unsere Qualitätsstrategie mit den Schwerpunkten «Produktqualität», «Prozessqualität» und «Strukturqualität» bildet die Grundlage für unser Qualitätsengagement und ist Wertebasis für alle Funktionalstrategien der Bell Food Group. Sie wurde im März 2018 durch den Verwaltungsrat verabschiedet und ist für alle Geschäftsbereiche der Bell Food Group gültig.

Organisation

Als oberstes Entscheidungsgremium agiert der Verwaltungsrat. Wie alle Strategien wird auch die Qualitätsstrategie durch den Verwaltungsrat verabschiedet. Die Gruppen- und Divisionsleitungen sind für die Umsetzung verantwortlich.

Oberstes Organe für Qualitätsmanagement ist das Competence Center Nachhaltigkeit/Qualitätsmanagement.

In unseren Betrieben sorgen QM-Verantwortliche für die tägliche Einhaltung der QM-Vorgaben und die Weiterentwicklung des QM-Handbuchs

Lieferanten

Das Qualitätsmanagement der Bell Food Group beginnt bei der Auswahl der Rohstoffe. Wir bevorzugen Lieferanten, die unseren Anforderungen an nachhaltiges Wirtschaften entsprechen. Nachhaltigkeitsaspekte sind in der Beschaffung explizit verankert – von der Lieferantenauswahl bis zum Materialverbrauch. Mit allen wesentlichen Lieferanten werden Rahmenverträge abgeschlossen. Im Rahmen eines systematischen Lieferantenmanagements werden die Zulieferer einmal jährlich umfassend beurteilt.

Lebensmittelsicherheit

Um die Sicherheit und Qualität unserer Produkte sicherzustellen, werden unsere Produktionsbetriebe regelmässig von unabhängiger Stelle nach einem durch die Global Food Safety Initiative (GFSI) anerkannten Standard zertifiziert. Weiter führen wir an unseren Standorten interne Audits durch. Dabei überprüft das Qualitätsmanagement die definierten Qualitätsvorgaben.

Zusätzlich werden wir mit unangekündigten Kontrollen auch von unseren Kunden und den zuständigen staatlichen Behörden auf die Einhaltung der Anforderungen an einen Lebensmittelbetrieb überprüft.

Unsere Prozesse überprüfen wir laufend. Dazu haben wir einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) eingeführt und wenden ihn in unserem täglichen Handeln an. Fehler werden systematisch erfasst und durch die verantwortlichen Stellen bearbeitet.

Kontrollen durch unabhängige Stellen sind zentral für die Sicherstellung der Lebensmittelsicherheit in unseren Produktionsbetrieben. Alle unsere Produktionsbetriebe sind nach einem anerkannten Standard zertifiziert: Die Mehrheit der Betriebe ist nach IFS, BRC und FSSC 22000 zertifiziert.

Folglich stammen mehr als 99 % des Absatzvolumens aus Betrieben mit einer Zertifizierung eines unabhängigen Dritten nach international anerkannten Standards für Managementsysteme im Bereich Lebensmittelsicherheit. Die einzige Ausnahme ist der bereits erwähnte Standort in Genf (CH). Dieser ist jedoch für weniger als 1 % des gesamten Produktionsvolumens verantwortlich.

An unseren Schlachthöfen sorgen zudem behördliche Amtstierärzte für die Sicherstellung der Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen im Bereich Tierschutz und -gesundheit sowie Lebensmittelsicherheit.

Unsere Produkte unterziehen wir standardmässig gemäss Risikoanalysen zahlreichen Kontrollen. So verfügen alle Betriebe über ein HACCP-Konzept, womit die Lebensmittelsicherheit überprüft wird. Sowohl interne wie externe Labore analysieren unsere Produkte im Bereich Mikrobiologie, Chemie (z. B. Rückstandsanalytik) und Nährwerte. Stellen wir Abweichungen fest, leiten wir Massnahmen ein. Bei Abweichungen, die zu einer Gefährdung der Gesundheit oder einer Täuschung der Konsumentinnen und Konsumenten führen könnten, werden die betroffenen Produkte nach Abstimmung mit den Behörden und Geschäftskunden unverzüglich aus dem Verkehr gezogen.

Um Risiken in den vorgelagerten Stufen zu minimieren, erwarten wir auch von unseren Lieferanten, dass sie gemäss einem GFSI anerkannten Standard zertifiziert sind, mindestens ein internes QM-System zur Sicherstellung LM-Sicherheit verfolgen, ein HACCP-Konzept haben und sich regelmässig von unabhängigen Stellen auditieren lassen.

Viele unserer Produkte sind zudem Label-zertifiziert. Um Labels auf den Produkten ausloben zu dürfen, werden die entsprechenden Betriebe, in denen Labelprodukte hergestellt werden, zusätzlich nach den Anforderungen des jeweiligen Labelgebers geprüft und zertifiziert. Wir produzieren unter anderem nach den folgenden Labeln: «Bio-Knospe», «EU-Bio», «IP-Suisse», «Suisse Garantie», «Marine Stewardship Council (MSC)», «Aquaculture Stewardship (ASC)», «QS», Produkte mit regionaler Herkunft, wie «geografisch geschützte Angabe (GGA bzw. IGP)» oder «AMA», sowie diverse Eigenmarkenprogramme unserer Kunden.

Die Bell Food Group engagiert sich im Bereich der Lebensmittelsicherheit für die wissenschaftliche Forschung und unterstützt wissenschaftliche Projekte von verschiedenen Fachhochschulen zu Themen wie Hygienic Design, Verfahrenstechnik oder Verpackungstechnologie etc.

Konsumentengesundheit und -sicherheit

Die Konsumentengesundheit und -sicherheit sind uns wichtig. Deshalb hat die Herstellung von hochwertigen, sicheren, gesunden und genussvollen Produkte traditionell höchste Priorität bei uns.

Die Bell Food Group bietet ein breites Produktsortiment und deckt damit einen Grossteil aller Bereiche der Lebensmittelpyramide ab. Damit bieten wir viele Komponenten einer ausgewogene Ernährung.

Dabei gehen wir gerne auch einen Schritt weiter: Unsere Produkte versehen wir neben einer ausführlichen Deklaration mit Zusatzhinweisen und schaffen damit eine zusätzliche Orientierung und Mehrwerte für die Kunden und Kundinnen. Weiter reduzieren wir nach Möglichkeit die Zugabe von Salz, Zucker oder Zusatzstoffen und bieten Produkte an, die zusätzlich Salz-, Fett- und Zuckerreduziert und allergenfrei sind. Solche Produkte werden z. B. unter der Marke «Du darfst» ausgelabelt und mit einem Lizenzvertrag über eine separate Einheit (FreshCo) der Bell Food Group vertrieben.

Uns ist bewusst dass z. B. in Charcuterieprodukten viel Salz oder in Dessertprodukten viel Zucker enthalten sein kann. Mit Rücksicht auf die individuellen Ernährungsbedürfnisse der Konsumentinnen und Konsumenten und im Rahmen einer bewussten Ernährung sind jedoch auch diese Lebensmittel Teil einer ausgewogenen Ernährung.

Rückverfolgbarkeit

Wir begrüssen es, dass sich die Konsumenten vermehrt bewusst damit beschäftigen, woher die Lebensmittel kommen und wie sie hergestellt werden. In diesem Kontext ist die Bereitstellung der Rückverfolgbarkeit zentral. Die Konsumentinnen und Konsumenten möchten sich über den Ursprung und die Herkunft eines Rohstoffes informieren können – sowohl bei tierischen wie auch pflanzlichen Nahrungsmitteln.

Die Rückverfolgbarkeit wird nicht nur von Konsumentinnen und Konsumenten gewünscht, sondern dient auch der Lebensmittel-Sicherheit (Food Safety) und der Verhinderung von Lebensmittelbetrug (Food Fraud).

Die Rückverfolgbarkeit ist heute somit ein wichtiger Bestandteil unserer Prozesse. Darüber hinaus unterstützen wir die Rückverfolgbarkeit unserer Produkte mit den folgenden Systemen: